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Kunshistorikerin Fr. Dr. Petra Lange über Susanne Haun:

Unterschiedliche Sujets prägen die Zeichnungen von Susanne Haun. Gesichter mit portraitähnlichen Zügen sind gleichermaßen existent wie symbolhaltige Figuren. Das Stilleben in der Vielgestaltigkeit einer Blüte, einer Pflanze ist anzutreffen wie auch die illustrativanmutende Tierdarstellung. Aus emotional bestimmten Situationen heraus, wie zum Beispiel der Wunsch, Natur in ihrer Gänze zu erfahren, entwirft sie mit empfindsamen Duktus Landschaftsbilder, ohne das diese einem konkret-geografischen Ort zuzuordnen wären.

Ihre Zeichnungen sind Resultat von Abstrahierungen des Äußeren in Komplettierung mit den eigenen Vorstellungen. Diese, man könnte sagen, in freier Laune entstandenen Sujets, ihre "Capriccios", führen insbesondere "Die Eitelkeit der Linie" als gestaltgebende Kraft vor.

In allem ist es die starke Virtuosität der mit Feder gesetzten - durchgezogenen - Linie, die den Bildern der Phantasie und ihrer Ideen Existenz auf dem Format verleihen. Die Sicherheit in der Strichführung konzentriert die dargestellten Bildelemente auf ihre Konturen hin. Nur geringe Schraffuren sind nötig, um Volumen oder Perspektive anzudeuten. Hierin liegt ein Charakteristikum der Arbeiten von Susanne Haun. Mit wenigen Umrissen formuliert sie das Gesamtgeschehen. Sparsam nur laviert sie mit verdünnter Tusche Hintergründe, lässt Schatten entstehen oder schafft damit Tonwerte zur Unterscheidung der einzelnen Bildgegenstände.

(Dr. Petra Lange, Galerie Petra Lange, Pestalozzistrasse 4, D - 10625 Berlin, Nähe Savignyplatz)


Die Schritte einer gelungenen Arbeit:

Oft fragen mich die Leute, wie ich meine Arbeiten beginne und wie ich während dem Malen vorgehe, weshalb ich mir überlegt habe meine Arbeitsschritte bei ausgewählten Bildern aufzunehmen und kurz zu kommentieren damit jeder einen Einblick in meine Arbeitsweise bekommt.

Pyranha:


Rhododendron:


Pinkfarbende Blüte:


Zeichnung Küste:


Frau mit Hut: